Weihnachtsbaum – der schönste Baum

Weihnachtsbaum im Hamburger Rathaus, 2012 © GartenAkademie.com
Weihnachtsbaum im Hamburger Rathaus
Weihnachtsbaum im Hamburger Rathaus

Haben Sie Ihren „Grünen Mitbewohner auf Zeit“ schon ins Haus geholt, oder steht Ihnen die schwere Auswahl noch bevor? Wird es eine weichnadelige Tanne, eine silberblaue Fichte oder eine duftende Douglasie? Soll er klein, mittel oder groß sein? Schlank oder mollig?

  • Wer auch zu Weihnachten Wert auf Nachhaltigkeit legt, kauft einen „lebenden“ Weihnachtsbaum im Topf. Kontrollieren Sie beim Kauf, ob der Wurzelballen rundum gut durchwurzelt ist. Der Baum sollte schon einige Zeit im Topf gewachsen sein und nicht mit frisch ausgestochenem Ballen im Gefäß stecken. Tauchen Sie den gesamten Wurzelballen inkl. Topf in einem großen Wasserbehälter unter, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und lassen Sie ihn dann gut abtropfen. Idealerweise verbringt Ihr grüner Weihnachtsgast die Feiertage nach einer gewissen Eingewöhnungsphase in einem kühlen, hellen Raum. Ein Wintergarten mit 5–8 °C Raumtemperatur ist z. B. bestens geeignet. Vermeiden Sie sprunghafte Temperaturwechsel, denn der Baum war bereits in Winterruhe und muss sich für kurze Zeit an „sommerliche“ Temperaturen gewöhnen. Gegossen wird jeden zweiten Tag.  Spätestens nach bis fünf bis acht Tagen sollte er wieder – bei Schritt für Schritt sinkenden Temperaturen abgehärtet – ins Freiland entlassen werden. Wenn der Boden noch offen – also nicht gefroren – ist, können Sie Ihre neue Tanne gleich an ihrem neuen Standort im Garten pflanzen und gut einwässern. Eine zusätzlich dicke Schichte aus Rindenmulch auf der Baumscheibe schützt den Wurzelballen vor Frost. Falls der Baum den Winter über im Topf bleibt, sollte er jeden zweiten Tag gegossen werden, um nicht der Frosttrocknis zum Opfer zu fallen. Außen herum erhält der Topf eine dicke Manschette aus Kokosfaservlies, dann steht der Überwinterung nichts mehr im Wege.

Wer keinen Garten hat, entscheidet sich eher für einen geschnittenen Baum. Hier finden Sie ein paar nützliche Tipps – für den Weihnachtsbaumkauf und die Zeit danach …

  • Entscheiden Sie sich bevorzugt für heimischen Weihnachtsbäume – diese wurden zum besten Zeitpunkt geschnitten, um eine lange Haltbarkeit zu garantieren und haben einen kurzen, schonenden Transport hinter sich.
  • Richtet sich Ihr Gartenleben nach dem Mondkalender? In den meisten Christbaumkulturen beginnt die „Ernte“ Ende November. Drei Tage vor dem 11. Vollmond des Jahres ist laut Mondkalender der beste Zeitpunkt, um einen Baum zu schneiden, der nicht nadeln wird. Der 11. Vollmond war dieses Jahr am 17. November. Manche Anbieter markieren diese, speziell nach dem Mondkalender geschnittenen Bäume.

Tipps zur Qualitätsbeurteilung:

  • Frische Bäume verlieren keine Nadeln, wenn Sie vorsichtig „gegen den Strich“ über die Zweige streichen.
  • Wenn der Baum schon ein paar Tage vor Weihnachten in Ihren „Vier Wänden“ Einzug hält, versorgen Sie ihn in der Zwischenzeit gut mit Wasser und stellen Sie ihn an einen möglichst kühlen Ort – auf den Balkon, Dachboden oder in den Keller.
  • In modernen Weihnachtsbaumständern ist ein Wasserreservoir integriert – auch hier muss allerdings regelmäßig Wasser nachgefüllt werden, denn unsere Wohnräume bieten praktisch „Wüstenklima“.

Weihnachtsstern-Kranz • Poinsettia Wreath

Weihnachtssternkranz © GartenAkademie.com

Zum Höhepunkt der Adventzeit bieten wir allen Weihnachtsstern-Freunden eine spezielle „Last-Minute-Deko-Idee” für größere Innenräume wie Ihr Wohnzimmer, den Altarbereich in Kirchen, Eingangshallen …

Short before Christmas, we have a special „Last-Minute-Idea“ for all Poinsettia-fans: What about an large „Indoor-Poinsettia-Wreath“ – with this wreath you may decorate your living-room, the sanctuary of a church or the entrance area of a house …

Sie benötigen Ranken – zum Beispiel von Waldreben (Clematis alpina), 15–20 Mini-Weihnachtssterne im Topf (Euphorbia pulcherrima), Tannenzweige, Alufolie und rotes oder grünes Krepppapier, Naturbast.

You’ll need vines – for example of Alpine clematis (Clematis alpina), 15-20 potted Mini-Poinsettias (Euphorbia pulcherrima), fir branches, aluminum foil and red or green crêpe paper, raffia.

1.) Winden Sie einen lockeren Kranz aus den Ranken. Es sollte genug Freiräume geben, um einzelne Tannenzweige in den Kranzkörper zu ziehen und die kleinen Töpfe darin zu fixieren.

1.) Wind a loose wreath from of the clematis vines. It should be possible to drag some of the fir branches between the vines and also to fix the little pottes in the spacings.

2.) Tauchen Sie die Weihnachtsstern-Töpfe in handwarmem Wasser und lassen Sie sie anschließend gut abtropfen.

2.) Dip the poinsettia pot in lukewarm water and drain thoroughly.

3.) Anschließend hüllen Sie den Topf in Alu-Folie und umwickeln ihn dann mit Krepppapier. Diese Manschette befestigen Sie mit einer Bastschleife.

3.) Then, wrap the pot in aluminum foil and then wrap it with crêpe paper. Fasten this „collar“ with a raffia bow.

4.) Verteilen Sie nun einige Tannenzweige und die Weihnachtssterne im Rankenkranz.

4.) Disperse the decorated poinsettias in the wreath, some fir branches will hide spacings.

Vine-Wreath@GardenAcademy.eu

Poinsettia-Wreath2@GardenAcademy.eu

Poinsettia-Wreath3@GardenAcademy.eu

Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Wissenswertes rund um „Kränze und Girlanden“ finden Sie in unserem gleichnamigen Buch …

Kränze und GirlandenKränze und Girlanden
von Ing. Barbara P. Meister MA

128 Seiten, Format 17 x 24 cm, broschiert
ISBN 978-3-8404-3011-4
CADMOS Verlag, www.cadmos.de

12. Dezember: „Poinsettia Day“

Weihnachtsstern-Pyramide im Palmenhaus Schönbrunn; Foto © GartenAkademie.com
Weihnachtsstern-Pyramide im Palmenhaus Schönbrunn; Foto © GartenAkademie.com
Weihnachtsstern-Pyramide im Palmenhaus Schönbrunn; Foto © GartenAkademie.com

Der Botaniker, Physiker und amerikanische Botschafter in Mexiko – Joel Roberts Poinsett – entdeckte den Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) im Süden Mexikos. 1828 sandte er Stecklinge erstmals in seine Heimatstadt Charleston in South Carolina. Nach ihrem Entdecker erhielt die Pflanze damals ihren ersten botanischen Gattungsnamen Poinsettia, aus dem sich auch die in Europa mancherorts noch heute bekannte Bezeichnung „Poinsettie“ ableitet.

Da die inzwischen weltweit beliebte Poinsettie so viele Freunde hat, ist der „Poinsettia Day“ am 12. Dezember in den USA seit 2002 etabliert. Der 12. Dezember – Todestag Joel Roberts Poinsetts – wird dort zum Anlass genommen, Weihnachtssterne zu verschenken und die Wohnräume mit der „Blume der Heiligen Nacht“ festlich zu dekorieren. Seit einigen Jahren wird dafür geworben, den Brauch des Poinsettias Days  auch in Europa bekannt zu machen. Im Fachhandel gibt es jetzt Weihnachtssterne in allen Farben und Größen, pur, romantisch, cool oder attraktiv dekoriert – eine Pflanze für jeden Geschmack und jeden Wohnstil.

Doch, wer hat aus der mexikanischen Waldpflanze eine der erfolgreichsten und bekanntesten Pflanzen der Welt gemacht? 

Heute ist der Weihnachtsstern ist in den USA und in Kanada die am häufigsten verkaufte Topfpflanze. Rund $ 250.000.000 Umsatz machen die Gärtner in der „Neuen Welt“ jährlich mit dieser Pflanze. In Deutschland wechseln rund 35 Millionen Weihnachtssterne jährlich den Besitzer – die Hälfte davon wird dann als Geschenk weitergegeben. Den großen Erfolg verdanken die Gärtner großteils dem Gartenbau-Unternehmer Paul Ecke I. (1895-1991), der als „Vater der Weihnachtssternindustrie“ gilt. Seine Züchtungserfolge sind legendär, wie man sie erzielt war allerdings bis 1990 ein gut gehütetes Firmengeheimnis. Das von ihm gegründete Unternehmen ist Weltmarktführer und weltgrößter Patentrechteinhaber auf Weihnachtsstern-Sorten. Die Paul Ecke Ranch vermarktet heute rund 60 Poinsettien-Sorten in vielen Farben. Das Hauptgeschäft sind bewurzelte und unbewurzelte Stecklinge sowie Stecklinge mit Kallusgewebe. Lediglich in der Vorweihnachtszeit werden noch rund 400.000 fertige Poinsettien an den Großhandel in der Umgebung des Firmensitzes in Encinitas (Kalifornien) verkauft. Der Weltmarktanteil Eckes bei Weihnachtsstern-Stecklingen liegt bei etwa 80 bis 90 %. Der Anteil von fertigen Weihnachtssternen, die aus Lizenz-Stecklingen von Ecke stammen, liegt auf dem Weltmarkt insgesamt bei über 50 %, in den USA bei über 70 %. Die Ecke Ranch produziert in Kalifornien und Guatemala auf einer Gesamtfläche von über 43 Hektar und beschäftigt in der Hochsaison bis zu 1000 Mitarbeiter, davon allein in Guatemala über 700. Die sortengeschützten Stecklinge werden in über 50 Länder geliefert.

Ein kurzweiliges Gedächtnisspiel für alle Weihnachtssternfreunde …

Wie Sie Weihnachtssterne erfolgreich auswählen und pflegen, erfahren Sie in diesem Film …

Weihnachtsfarben 2013 – Trends und Themen

Weihnachtsfarben2013@GartenAkademie.com

Alle Jahre wieder machen sich Trendforscher Gedanken über die Weihnachtsfarben der Saison. „Blooms“ hat die Weihnachts-Trendfarben in fünf Themen verpackt, die die GartenAkademie Ihnen hier kurz vorstellet. Als Einkaufshilfe stellen wir Ihnen Farbpaletten aus je 12 Farben zu jedem der Themen zur Verfügung.
Auf die einzelnen Farbtrends abgestimmte Pflanzenbeispiele ergänzen unsere persönliche Empfehlung.

Weihnachtsfarben2013@GartenAkademie.com

Snow White

Dieses märchenhafte Thema verzaubert die Wohnung in ein Winterfest. Träumen sie sich in eine frisch verschneite Winterlandschaft – um Sie herum finden sich Weiß, helles Grau und mit dem Auftauchen der Wintersonne sanfte Creme-Töne. Moose und Misteln stiften diesem Thema frisches ihr Pistazien- und Petrolgrün. Mit modernen, stilisierten Tannenbäumen, kühl glänzenden Silbersternen und zartem Goldstaub bringen Sie die zauberhafte, stille Weihnachtslandschaft ins warme Wohnzimmer.

Florales zum Farbtrend: Misteln; Christrosen; weiße Weihnachtssterne; Schleierkraut; filigrane, weiße Zweige; frischgrünes Reisig der Japanischen Sicheltanne; frisches Moos für die Basisgestaltung.

Winter Dark

In unserer Winterlandschaft ist es Nacht geworden – die Farben dieses Themas wirken kühl, ernst und festlich. Das tiefe Dunkelblau des nächtlichen Winterhimmels, elegante Violett-Töne, kombiniert mit den wertvoll anmutenden Edelmetallen Bronze, Silber und Gold schaffen eine stilvolle und feierliche Atmosphäre. Weihnachten für all jene, die sich in exklusiver Umgebung wohlfühlen.

Florales zum Farbtrend: Orchideenblüten in Bordeaux und Violett; dunkelblau gefärbte Weihnachtssterne; Efeu-Fruchtstände; dunkelrote Zieräpfel, in Silber-, Bronze- und Goldfarbe getauchte Zweige, Blätter und Früchte (z. B. Eukalyptus).

Christmas Dream

Kinder fühlen sich wohl, wenn sie von zarten und hellen Farben umgeben sind, die fröhlich stimmen. In ihrem kindlichen Weihnachtstraum beherrschen Mint, mädchenhaftes Rosé und zart

es Bleu das Bild. Silber und Platin zaubern in der Kinder-Weihnachtswelt wertvolle Akzente. Das perfekte, stimmungsvolle Weihnachtsthema für werdende Eltern und junge Familien.

Florales zum Farbtrend: Rosen und Edelnelken in Pudertönen; rosa Weihnachtssterne; Milchsterne; weiße Korallenranken; Louisianamoos; in Silberfarbe getauchte Zweige, Blätter und Früchte.

Santa’s Home

Rot und Türkis in einem Farbthema? Passt bestens – den Beweis liefert das Farbthema „Santa’s Home“. Unsere Weihnachtslandschaft liegt nun im verschneiten Amerika. Umgeben von einer Mischung aus traditionellen Weihnachtsfiguren in Rot, Blau, Türkis und ein paar Zuwanderern im „American Style“ ist diese fröhliche Mischung etwas für moderne Familien. Das Metall Zink – sparsam verwendet – ergänzt diesen Trend.

Florales zum Farbtrend: Stechpalmenzweige mit roten Beeren; rote Weihnachtssterne; Reisig von Tanne, Scheinzypresse, Japanischer Sicheltanne; Scheinbeeren (Gaultheria).

Glory Gold

Wer zu Weihnachten in prunkvollen Goldtönen schwelgen will, findet seinen Trend in „Glory Gold“. Sämtliche Gelb- und Rotgoldtöne sind hier vertreten, kombiniert mit samtigen oder metallisch glänzenden Rot- und Weinrot-Tönen. Perfekt umgesetzt, verleiht dieses Farbthema modernen Wohnungen den Prunk und Glanz alter Zeiten.

Florales zum Farbtrend: Proteen, Gerbera, Rosen, Weihnachtssterne in samtigen Rot- und Dunkelrot-Tönen; Zimt, Anis und andere weihnachtliche Gewürze; in Gold- und Kupferfarbe getauchte Blätter und Früchte.

Unser Service für Sie persönlich:
Farbpalette als Einkaufshilfe zum Download

Quellen:
Trends: blooms.de
Farbpaletten: GartenAkademie.com